Vorsicht vor Katzenpilz: Hautausschlag nach dem Streicheln

Wahrscheinlich denkt ihr genauso wie ich, wenn ihr neue Menschen kennenlernt und mitkriegt, dass diese genauso Tiere jeglicher Art mögen wie ihr. Sie sind euch sofort sympathisch und nachfolgende Gespräche entstehen quasi von alleine. Man ist direkt auf einer Wellenlänge und irgendwie weiß man sofort, so falsch kann dieser „neue“ Mensch nicht sein. Das mag vielleicht etwas naiv klingen, aber irgendwie ist es doch so, oder? 

Die Medaille hat allerdings zwei Seiten, gerade wenn es um ansteckende Krankheiten geht oder andere verborgene Dinge, die man auf dem ersten Blick nicht sehen kann oder wahrnimmt.

Warum ich das erwähne?

Wir tierliebe Zeitgenossen neigen stärker dazu, uns unbekannten Katzen und Hunde annähern zu müssen. Das scheint für uns selbstverständlich zu sein, denn wir lieben Tiere schließlich. Eigentlich sogar fast mehr als Menschen, weil diese sind oft böse und Tiere kennen diesen Ausdruck so gut wie gar nicht – es sei denn sie werden provoziert. Und selbst dann ist es ihr gutes Recht, sich zu verteidigen.

Da Katzen und Hunde aber nicht unsere Sprache können, können sie uns auch nicht sagen, dass sie krank sind. Oftmals wissen sie es sogar gar nicht, dass sie krank sind. Vor allem Pilzinfektionen bleiben beispielsweise sehr oft unbehandelt, weshalb in manchen Ländern die die Infektionsrate bei 90 Prozent liegt. Das tückische gerade bei solchen Pilzinfektionen ist, dass einige davon zu den Zoonosen zählen und damit auch von der Katze oder vom Hund auf den Menschen durch bloßen Kontakt (zum Beispiel streicheln) übertragen werden können.

Bemerkbar macht sich der wohl bekannteste Hautpilz namens Microsporum canis in Form von kreisrunden, kahlen Stellen im Fell der Katze oder dem Hund. Nähert man sich nun solch einem erkrankten Tier und streichelt es, ist das Risiko selbst zu erkranken sehr hoch. Das Problem dabei ist, viele wissen einfach nicht, dass der bloße Kontakt bereits ausreichen kann. Beim Menschen zeigt sich der Pilz dann in Form von kreisrunden, geröteten Stellen auf der Haut. Oft kommt es auch zu vermehrter Schuppenbildung, ähnlich wie beim typischen Fußpilz.

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Glaubt man nun, einem solchen Tier begegnet zu sein (wie ich vor ein paar Wochen übrigens), dann sollten beide Parteien ärztlich untersucht werden. Sprich ich (der Mensch) und das Tier. Handelt man in solch einem Fall schnell und wäscht sich sofort danach die Hände oder geht zum Arzt, muss es nicht zur Infektion kommen. Vorsicht ist aber natürlich trotzdem geboten, gerade weil diese Pilze hartnäckig sein können und sich eine Behandlung nicht selten über Monate erstreckt.

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In Südeuropa besonders verbreitet, allerdings auch in Deutschland heimisch

In Südeuropa und vor allem in Spanien ist der Pilzbefall bei streunenden Katzen und Hunden besonders schlimm. Derzeit geht man wohl von knapp 90 Prozent aus, die dort mit einem hochanstreckenden Fadenpilz infiziert sind. Viele davon zeigen überhaupt keine äußerlichen Krankheitsanzeichen und dennoch können sie bei Kontakt den Pilz auf den Menschen übertragen. Was besonders tückisch ist.

In Deutschland sieht es zwar weniger schlimm aus, mit knapp 20 Prozent der hier lebenden Katzen ist aber dennoch jede fünfte Katze mit einem Microsporum canis Pilz infiziert. Auch hier müssen nicht immer äußerliche Krankheitserscheinungen auftreten.

Omi hatte schon immer Recht

Es stimmt also und Oma sagte es nicht ohne Grund, als ich noch klein war: „Mäuschen, bitte streichle keine fremden Katzen.“ Ohne mir genau erklären zu können, was mir denn sonst widerfahren würde, schien sie genau zu wissen, warum es besser ist in dieser Hinsicht vorsichtig zu sein.

Nun bin ich ein so großer Tierfreund, dass ich selten widerstehen kann. Und schon gar nicht, wenn mir eine offensichtlich kranke und dehydrierte Katze über dem Weg läuft wie vor ein paar Wochen. Ich habe einfach das Verlangen, ihr zu helfen. Es ist natürlich jetzt etwas anderes, wenn ich als erwachsener Mensch einer kranken Katze helfen möchte. Ich kann mir ja zum Beispiel Schutzhandschuhe anziehen und mein Desinfektionsspray aus der Handtasche holen. An ein Kind gerichtet, ist der Leitspruch meiner Oma dagegen sicherlich nicht unklug. Denn diese haben meist nur eines im Kopf: streicheln.

Dennoch wollte ich auch euch mit diesem Artikel ein bisschen wachrütteln, so dass ihr zumindest gedanklich in Zukunft anders einer Katze begegnet, die ihr nicht kennt. Ich weiß, dass auch ihr riesige Tierfreunde seid und das finde ich richtig toll. Trotzdem aber geht es auch um eure Gesundheit und deshalb kann es vielleicht nicht schaden, wenn ihr eure 1-Hilfe-Tasche für Tiere im Auto um ein Paar Hygienehandschuhe und ein bisschen Desinfektionsmittel erweitert. 

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Hier schreibt:

Stefanie

Hey! Na, bist du auch so ein großer Katzenfan wie ich? Ich hoffe doch! :) Um mich kurz vorzustellen: Ich bin die Stefanie, liebe sowohl das Stadtleben als auch die Natur, das Kreative und Kritische. Außerdem bin ich stolze Bezugsperson von Muffin und Chucky, meinen zwei zuckersüßen Katern. Falls du jetzt neugierig bist und mehr über uns erfahren möchtest, dann schaue doch am besten hier mal vorbei.


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