Wenn meine Katze alt wird

Auch unsere Katzen werden irgendwann mal alt. Mit zunehmenden Alter verändern sich die Bedürfnisse und der körperliche Zustand. Katzen werden zwar schnell erwachsen, lassen sich jedoch viel Zeit beim Altern. Es ist interessant und hilfreich zu wissen, wie alt eure Katzen in Menschenjahren sind. Die folgende Tabelle hilft euch, dass herauszufinden:

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Wann spricht man von einer Seniorkatze?

Die Futterindustrie stuft die Katze mit dem 8. Lebensjahr als Senior ein und sollte daher ein spezielles Futter erhalten.

Ich persönlich würde mich da aber nicht an Zahlen aufhängen, denn es heißt doch so schön: „Man ist immer so alt wie man sich fühlt“ und das gilt auch für unsere Katzen. Man sollte viel mehr Wert auf die Agilität, das Wesen, die Rasse oder den Rassemix sowie auf deren rassentypische Verhaltenweisen legen.

Mit fortschreitendem Alter verändert sich das Verhalten, an dem wir gut feststellen können das unsere süßen Lieblinge zu kleinen Omi´s und Opi´s werden.

Neben dem Verhalten verändern sich auch die Bedürfnisse. Inwiefern sich die Katze mit zunehmenden Alter bezogen auf die verschiedenen Bedürfnisse verhält werde ich euch jetzt erläutern. Die folgenden Punkte können, müssen aber nicht eintreten.

Das Schlafbedürfnis

Bei alten Katzen nimmt das Schlafbedürfnis zu. Meist suchen sie sich weiche und warme Schlafplätze aus, was ich sehr gut nachvollziehen kann :-). Höhere Plätze, wie auf dem Kratzbaum werden nicht mehr so häufig genutzt, da die Katze zu schwach ist um sie zu erklimmen. Hierbei könnte eine von euch gebastelte Treppe eine super Hilfe sein.

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Das Essverhalten

Katzen bewegen sich im hohen Alter immer weniger und ihre Verdauung verlangsamt sich. Aufgrund dessen sollte die Katze Futter mit möglichst vielen hochwertigen Proteinen bekommen, da diese sehr bekömmlich und zu dem auch leicht verdaulich sind. Hinsichtlich der verlangsamten Verddauung benötigen unsere älteren Stubentiger mehr Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Auf was man im Futter für Katzensenioren unbedingt achten sollte ist das ein geringer Anteil an Phosphor enthalten ist. Denn während des Verdauungsprozesses wird Phosphor in Harnstoff umgewandelt, welcher dann über die Niere ausgeschieden wird. Der Harnstoff zählt zu den Stoffwechselgiften.

Werden diese Gifte nicht mehr ausreichend ausgeschieden, kann dies zu schweren Erkrankungen, wie beispielsweise der chronischen Niereninsuffizienz führen. Um solche Erkrankungen vorzubeugen heißt es darauf zu achten das eure Katzen viel trinken. Denn dies unterstützt die Nierenfunktion und spült die Stoffwechselgifte aus der Niere. Wenn die Katze sich nur schwer zum Trinken animieren lässt und laufende Wasserhähne oder Trinkbrunnen nix helfen, dann gebt einfach etwas Wasser ins Trockenfutter.

Das klingt jetzt zwar etwas komisch aber es ist ganz wichtig, dass ihr immer mal nachschaut ob eure Katze regelmäßigen Stuhlgang hat. Denn eine akute Verstopfung kann euren Lieblingen schlimme Schmerzen bereiten und sollte so schnell wie möglich vom Tierarzt behandelt werden.

Älterem Katzen muss man sprichwörtlich das Essen hinterhertragen. Denn Katzen fressen meist nur kleine Portionen über den ganzen Tag hinweg verteilt. Also meine beiden Kater haben den ganzen Tag Zugriff auf Trockenfutter. Wenn eure Katze sich aber generell mit dem Fressen sehr schwer tut dann könnt ihr auf ein paar kleine Tricks zurückgreifen. Im Fachhandel gibt eine Riesenauswahl an Pasten mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Leberwurst, Lachs, Multivitamin- oder Malzpaste. Diese Pasten gebt ihr einfach über das Trockenfutter und eure Katze wird mit dem Fressen nicht mehr aufhören :-). Ganz wichtig immer schön loben, loben und nochmals loben :-).

Das Spiel mit alten Katzen

Wie spiele ich denn mit meiner alten Katze? Meine Oma hatte früher mal eine Katze namens Rudi. Er war mein bester Freund. Nur leider wurde auch er immer älter. Irgendwann kam dann die Zeit in der ich nicht mehr so mit ihm spielen konnte wie früher. Meine Oma sagte daraufhin immer er sei schon zu alt zum Spielen. Das stimmt aber so nicht ganz, denn Katzen verlieren auch im hohen Alter nicht ihren Jagdtrieb.

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Ihr könnt auch mit einer alten Katze spielen, solang diese gesund und munter ist. Denn wenn sie nicht ausreichend beschäftigt wird entsteht ganz schnell Langeweile. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass eure Katze das Spielen verlernt und das wollt ihr ja bestimmt nicht.

Fakt ist natürlich das eine alte Katze nicht mehr so rumtobt oder wie verrückt durch die ganze Wohnung hüpft wie die jüngere Generation aber es gibt ja genug andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Was natürlich immer geht sind der Einsatz von Spielangeln, Wolle, Haargummis und viele, viele mehr. Auch geistige Aktivitäten, wie Suchspiele oder das Clickertraining sind eine optimale Art der Beschäftigung.

Das Schmusebedürfnis

Die kleinen Katzenomi´s und Katzenopi´s werden mit zunehmenden Alter immer schmusebedürftiger. Mein Chucky ist im Gegensatz zu früher viel ruhiger und legt sich jetzt öfters zu mir oder schläft sogar auf meinem Bauch obwohl er erst 7 Jahre alt ist. Vor ungefähr 2 Jahren war da nicht mal annähernd dran zu denken, da konnte er kaum eine ruhige Minute finden. Das Kuscheln mit eurer Katze solltet ihr immer genießen, denn für eure Katze ist es auch eine Bestätigung dafür, dass ihr sie noch lieb habt.

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Der Starrsinn

Gerade alte Menschen neigen zum Starrsinn und genauso verhält es sich bei alten Katzen. Auch die Katze kann sich einige komische Verhaltensweisen aneignen und eine Verwirrtheit in manchen Situationen aufzeigen. Es ist wichtig, dass die Katze nicht mit zu vielen neuen Dingen überfordert wird, daraus können Angstgefühle oder gar Aggressionen entstehen. Tägliche Rituale können dies vermeiden.

Was passiert mit den Sinnesorganen?

Mit zunehmendem Alter verändert sich auch die Funktion der Sinnesorgane.

Der Geruchssinn lässt langsam nach. Katzen sind kleine Mäkler was das Futter angeht. Sie essen nur das was für sie lecker riecht. Deshalb ist Senior-Futter meist viel geruchsintensiver.

Auch die Funktionalität der Seh- und Hörkraft wird immer geringer. Katzen können, genauso wie wir Menschen, einen grauen oder grünen Star bekommen. Wenn die Sehkraft sich sehr verschlechtert dann ist es wichtig Möbel oder andere Gegenstände nicht zu verrücken damit sich die Katze nicht daran stoßen kann. Denn die Wohnung sollte weiterhin eine vertraute Umgebung darstellen.

Katzen hören im Alter immer schlechter, manche werden sogar taub. Die Katze hört nicht nur uns sondern auch sich selbst leiser als normal. Das führt dazu, dass ihre Rufe viel lauter werden. Jeder Katzenbesitzer weis wie nervig sich das Miauen einer Katze anhören kann und dann auch noch lauter als sonst. Aber wir und unsere Ohren werden sich früher oder später schon daran gewöhnen.

Beweglichkeit

Natürlich können sich alte Katzen nicht mehr so gut bewegen und sind dadurch in manchen alltäglichen Situationen sehr eingeschränkt. Es kann gut möglich sein, dass für eure Katzen schon allein die Katzenkloumrandung zu hoch ist und sie ohne Hilfe nicht mehr hineingelangt. Hierbei hilft ein kleiner Fußschemel vor dem Klo oder ein Schnitt in den Klorahmen, Auch die Sprungkraft lässt erheblich nach und macht es eurer Katze so schwer den Kratzbaum zu erklimmen. Eine kleine Treppe kann der Katze dabei helfen auf den Kratztbaum zu gelangen. Erhöhte Futterplätze können ebenso eine kleine Hilfe sein.

Unsauberkeit

Unsauberkeit bei der Katze kann verschiedenen Gründe haben wie ihr in einem anderen Artikel von mir erfahren könnt. Wenn eine alte Katze unsauber wird, hat das aber oft andere Gründe. Zum einen kann es sein, dass sie aus Verwirrung heraus das Klo nicht mehr findet, sie beim Hineinklettern ins Klo Schmerzen verspürt oder sie es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo schafft. In dieser Zeit solltet ihr mehrere kleine, flache Klos in der Wohnung aufstellen um plötzliche Malheure zu vermeiden. Es wäre auch ratsam empfindliche Möbel mit einer Plastikfolie (Malerfolie) abzudecken.

Ich würde dennoch bei langanhaltender Unsauberkeit den Tierarzt aufsuchen und immer mal den Urin kontrollieren lassen um alterstypische Erkrankungen zu erkennen oder ausschließen zu können.

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Alterstypische Erkrankungen
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Erkrankungen des Herzens
  • Fettleibigkeit
  • Blutzuckererkrankungen
  • Gelenkprobleme wie Artrose und Rheuma
  • Zahnfleischentzündungen und Zahnstein
  • schuppiges und trockenes Fell
  • Tumorerkrankungen

Gerade bei alten Katzen sollte man meiner Meinung nach das Verhalten und körperliche Veränderung genaustens beobachten und bei irgendwelchen Auffälligkeiten den Tierarzt aufsuchen. Wenn mir an meinen Katzen irgendwas komisch vorkommt bin ich immer schnell beim Tierarzt wo manche in meinem Umfeld sagen ich soll es nicht übertreiben aber so bin ich nun mal :-).

Ich rate euch die Zeit mit eure kleinen Katzensenioren zu genießen. Ihr könnt sie ruhig richtig verwöhnen eure Katze wird es euch auf jeden Fall danken :-).

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Hier schreibt:

Stefanie

Hey! Na, bist du auch so ein großer Katzenfan wie ich? Ich hoffe doch! :) Um mich kurz vorzustellen: Ich bin die Stefanie, liebe sowohl das Stadtleben als auch die Natur, das Kreative und Kritische. Außerdem bin ich stolze Bezugsperson von Muffin und Chucky, meinen zwei zuckersüßen Katern. Falls du jetzt neugierig bist und mehr über uns erfahren möchtest, dann schaue doch am besten hier mal vorbei.


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