Katze vom Züchter oder nicht?

Viele zukünftige Katzenhalter, welche sich eine Katzen halten wollen stellen sich oft die Frage nach einem seriösen Züchter. Gerade Rassekatzen werden oft von anerkannten Züchtern gekauft und das – wie ich finde – aus gutem Grund. Aber Züchter ist nicht gleich Züchter. Leider gibt es viele schwarze Schafe, welche nur auf´s Geld aus sind und das Wohl der Tiere hintenanstellen. Ich möchte dir gerne aufzeigen an welchen Punkten du einen guten Züchter erkennst.

Was macht einen guten Züchter aus?

Ein seriöser Züchter ist Mitglied in einem eingetragenen Zuchtverein und gibt seine Katzenwelpen nur mit Papieren – von einem anerkannten Zuchtverein – an andere Familien ab. Gute Züchter züchten maximal 2 verschiedene Katzenrassen. Das Muttertier sollte auf jeden Fall im Haushalt leben und dir gezeigt werden. Wenn der Züchter dir, aus welchen Gründen auch immer, das Mutterkatze nicht vorzeigt stimmt etwas nicht.

Alle Babys sollten grundimmunisiert abgegeben werden. Ob die Katzenwelpen alle ,bis zur Abgabe, wichtigen Impfungen erhalten haben kannst du in den Gesundheitszeugnissen nachlesen. Die Katzeneltern wurden auf rassetypische Erkrankungen getestet, deren Ergebnisse du auf Nachfrage hin auch einsehen darfst. Ein guter Züchter ist kompetent und nimmt sich viel Zeit für die Interessenten. Er erkundigt sich nach deinen Lebensumständen und möglichen Erfahrungen hinsichtlich der Katzenhaltung.

Katze schwarz weiß

Die Katzenwelpen sind in das Familienleben integriert und machen einen gesunden (keine Ohrmilben, Flohkot, kahle Stellen im Fell oder tränende Augen) Eindruck. Keinesfalls sollten die Katzenkinder draußen herumstromern. Die Umgebung, in der die Kleinen aufwachsen sollte sauber sein und ihnen viel Raum zum Spielen bieten. Wenn es in den Räumen etwas nach Katzenurin riecht sollte dich das nicht gleich abschrecken, denn bei kleinen Kitten die noch nicht stubenrein sind ist das normal.

Die Kitten sollten agil und offen sein, keineswegs unsicher oder scheu. Im Idealfall gibt dir der Züchter ein bisschen vom gewohnten Futter mit um eine eventuelle Futterumstellung zu erleichtern. Ein guter Züchter steht dir auch noch nach Abgabe des Katzenwelpen mit Rat und Tat zur Seite.

Bei einem Katzenwelpen von einem seriösen Züchter ist der Kaufpreis auch dementsprechend hoch. Aber dafür erhältst du ein gesundes Kätzchen an dem du lange Freude haben wirst.

Vorsicht vor Billig-Katzen! Denn meist haben diese irgendwelche Krankheiten, Mangelerscheinungen oder anderes. Rassekatzen haben ihren Preis, denn das Aufziehen der Welpen ist kostspielig und nimmt viel Zeit in Anspruch.

Beispiel für einen schlechten Züchter

Ich konnte bereits Erfahrung mit schlechten Züchtern machen. Vor circa 2 Jahren war ich auf der Suche nach einem Golden Retriever Welpen. Damals stieß ich im Internet auf einen „Golden Retriever Züchter“ in meiner näheren Umgebung. Die Anzeige beinhaltete allgemeine Informationen und Bilder von der Mutter und den Welpen.

Um mir ein genaueres Bild von den Welpen zu machen entschied ich mich dafür mit dem Züchter einen Termin auszumachen und vorbeizufahren. Ich will jetzt keinen Roman erzählen von daher versuche ich die Story etwas zu kürzen. Die Begrüßung vom Züchter war sehr kalt. Kennst du das Gefühl, dass wenn du eine Person zum ersten Mal siehst, sie dir unsympathisch ist und du am liebsten wieder umdrehen möchtest? Ich hätte es am liebsten getan aber blieb dennoch stehen.

Der erste Schockmoment folgte auf dem Fuß. Er führte mich sofort in den riesengroßen Garten des 4 Seitenhofs. Am Grundstück gab es wirklich nichts aussetzen, für Welpen optimal. Im Garten lief die Mutter der Welpen frei herum, sie sah ganz und gar nicht wie ein Golden Retriever aus. Da ich keine andere Hündin sah fragte ich ob das die Mutter der Welpen sei und er sagte auch noch ja. Nach dieser Antwort wollte ich die Welpen erst recht sehen.

Die Welpen – 5 insgesamt – waren in einem kleinen Gehege untergebracht. Es war viel zu klein und ich fragte mich, warum sie nicht frei auf der Wiese herumlaufen konnten, wo doch alles eingezäunt war. Sie konnten nicht mal ihre Mutter erreichen, da diese außerhalb des  Geheges war. Aber das war noch lang nicht das schlimmste. Die Welpen sahen arg krank aus, hatten tränende Augen und stumpfes Fell. Die Welpen waren sehr scheu und versuchten sich zu verstecken. Wenn ich daran zurückdenke, schmerzt mir immer noch das Herz.

Den „Züchter“ scherte es überhaupt nicht, zumindest hatte ich das Gefühl. In der Anzeige war von reinrassigen Golden Retriever Welpen die Rede, was erstunken und gelogen war. Naja jedenfalls hatte ein Welpe grüne Augen. Hast du schon einmal einen Goldie mit grünen Augen gesehen? Ich habe gleich nachgefragt warum der Welpe grüne Augen hat und der Trottel von Züchter sagte, weil ein ein Husky mit drin steckt. Von da an war mir alles klar. Der Trottel war nur auf eins aus, das Geld. Der Frage nach Papieren wisch er komplett aus, sowas braucht man heute angeblich nicht. Dasselbe galt auch für den Heimtierausweis (Impfpass). Für mich war das Gespräch beendet. Zum Schluss streichelte ich noch einmal die Welpen und verabschiedete mich anschließend.

So, dass war die Kurzform des Ausfluges. Das schlimme daran war, dass die Welpen alle – bis auf den mit den grünen Augen – vergeben waren. Da frage ich mich, wer sowas noch unterstützt. Bitte wähle einen Züchter gewissenhaft aus. Lass dir alles zeigen und stelle so viele Fragen wie nur möglich. Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem Liebling.

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Hier schreibt:

Stefanie

Hey! Na, bist du auch so ein großer Katzenfan wie ich? Ich hoffe doch! :) Um mich kurz vorzustellen: Ich bin die Stefanie, liebe sowohl das Stadtleben als auch die Natur, das Kreative und Kritische. Außerdem bin ich stolze Bezugsperson von Muffin und Chucky, meinen zwei zuckersüßen Katern. Falls du jetzt neugierig bist und mehr über uns erfahren möchtest, dann schaue doch am besten hier mal vorbei.


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